R. L.

Mein Selbstwertgefühl hat sich wieder eingependelt

Der relativ harte Trennungsprozess nach 18 Jahren in der gleichen Firma ging nicht spurlos an mir vorbei, auch wenn ich immer dachte, ich sei stark und würde mit solchen Situationen bestens umgehen können. Im Outplacement konnte ich die Trennungssituation relativ gut analysieren und verarbeiten, aber bei der Tatsache, dass ich mich sehr stark über die beruflichen Aufgaben definiere und wenn keine beruflichen Aufgaben da sind, auch kein Definierung damit stattfinden kann, konnte mir niemand weiterhelfen.

Als mich mein RAV-Berater auf das Projekt „innovation.tank“ aufmerksam machte, dachte ich zuerst: Schön, wieder eine andere Beschäftigungstherapie – die haben ja tolle Ideen, um die Arbeitslosen bei Laune zu halten. Trotz meiner anfänglichen Skepsis fuhr ich nach Zürich zu einem Interview und erkannte sehr schnell, dass da Potenzial drin steckt und ich mich wirklich dafür interessieren könnte. Bei der Vorstellungsrunde am ersten Tag des Kick-off-Ateliers erkannte ich einerseits, da gibt es viele Leute von denen du profitieren kannst und andererseits kann ich mit meinem Wissen als Personalleiter auch einiges in die Gruppe einbringen. Das professionell aufgebaute und strukturierte Kick-off-Atelier nahm seinen Lauf und durch die unzähligen Gruppenarbeiten in immer wieder ändernden Zusammensetzungen hat sich eine fantastische und kreative Grundstimmung eingestellt. Wir fühlten uns wie Rennpferde vor dem Start und konnten es kaum erwarten mit unseren Projekten zu beginnen (wie lange hatte ich keine solchen Gefühle mehr!). Der Prozess der Projektgruppen-Bildungen war äusserst spannend. Da wurde in informellen Treffen versucht, die richtigen Teilnehmer für die jeweiligen Projekte zu finden und da wurden Koalitionen geschmiedet und wieder verworfen (so einen spannenden Prozess hatte ich lange nicht mehr erlebt!). Bis dann endlich mit der Projektarbeit begonnen werden konnte, hatte ich zum Glück, oder muss ich sagen leider, wieder eine neue und spannende Aufgabe im 1. Arbeitsmarkt gefunden. Ich habe meine neue Anstellung nicht durch „innovation.tank“ gefunden, aber „innovation.tank“ hat mir Energie, Selbstwertgefühl und Zuversicht gegeben, die ich ganz bestimmt bei den Interviews ausgestrahlt habe. Es ist auch toll, wenn man als Jobsuchender eine „innovation.tank“-Business-Card abgeben und dabei sagen kann, in was für spannende Aufgaben man involviert ist.

Zusammenfassend gesagt, ist mir „innovation.tank“ genau im richtigen Moment über den Weg gelaufen. Mein Selbstwertgefühl hat sich wieder dort eingependelt, wo es sein sollte aber lange nicht mehr war. Ich stehe zur Idee „innovation.tank“ und kann sie wärmstens empfehlen. Ich freue mich darauf, zu erfahren, was aus den einzelnen Projekten geworden ist.